Bald kamen unsere Teller mit Fleisch, Erbsen und Kartoffelpüree. Wir versuchten zu essen.
Das war lustig. Erbsen zu essen ist ja schon mit Licht schwierig.
Aber im Dunkeln ist es so als würde man kleine Tierchen jagen. Man sieht sie nicht und sie rollen st?ndig davon.
Irgendwann verlor ich die Geduld und fing an mit den H?nden zu essen. Ich flüsterte zu meinem Mann:
" Sorry, aber ich verhungere, wenn ich nicht mit den H?nden auf dem Teller fühlen kann, wo mein Essen ist. Geht es dir auch so? "
Er gab mir keine Antwort. Ich fragte:
" Hallo? Hast du mich geh?rt? " Da musste er lachen und sagte:
" Ja, klar. Entschuldigung. Ich habe genickt.
Dabei konntest du das ja gar nicht sehen." Langsam wurden wir entspannter.
Und wir setzten uns ganz nahe nebeneinander. Denn irgendwie findet man im Dunkeln schnell heraus, wie wichtig es ist, die Dinge mit den H?nden zu berühren, um sie zu verstehen.